Das Zusammen sein neu verstehen lernen oder mein erster Liebesbrief per Post
Ich habe heute seit langer Zeit mal wieder einen Brief geschrieben. Einen Liebesbrief. Hab ich schon echt lang nicht mehr gemacht.
Der Adressat: Annalena Baerbock. Den hab ich an ihre alte Dienstadresse, eine andere konnte ich leider nicht finden, an den Deutschen Bundestag gesendet, ins Abgeordnetenbüro. Die Anschrift lautet: Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin.
Ich hätte es schöner gefunden, wenn ich ihre Adresse als Funktions- oder Trägerin eines Mandats, was immer das auch sein mag, bei der Vereinten Nationen gefunden hätte, aber die ist für mich leider nicht auffindbar. Also nehme ich eine frei zugängliche Adresse, eine die auf der Website deutschen Bundestages aufgeführt wird. Oben und Unten auf dieser Seite ist angegeben, dass es sich hierbei um ein Archiv handelt.
Egal, also wird bestimmt jemand ins Archiv laufen, um ihre Akte aus dem verstaubten Regal zu holen, um nachzuforschen, wo denn die junge Dame wohl abgeblieben ist. Eine solche Aufgabe ist vermutlich nicht all zu täglich und bringt mehr Wert in den Alltag von Archiven, wenn man dann schließlich auf dem Weg zur Suche der Adresse eines Menschenlebens ist, die einem anderen alles bedeutet.
Der Inhalt ist für euch sicher hier und da belanglos aber für mich sehr wichtig und daher habe ich mir die Freiheit genommen, den Brief mal elektronisch zu frankieren und zu verschicken.
In der Regel werden ja Briefe in unserem Land immer per Einschreiben oder per sonstwas geschickt, bloß um sicherzustellen, dass das Teil auch ja ankommt. Ich hab’s dieses mal nicht getan und will euch sagen warum.
Ich finde es ziemlich nervig, dass jeder Bote, jeder Träger gleich welche Botschaft heute wenig wertschätzend für einen geringen Lohn in großen Kastenwägen durch das Gelände geschickt wird, um das einzupacken, zu transportieren oder zu überbringen was uns fehlt.
Also dachte ich mir, ich verzichte mal auf teures Porto. Und gebe dem Boten damit mal mein emotionales Statement mit, was er fühlen darf, wenn er diesen Brief überbringt.
Ich bin mir sicher, dass ein Überbringer dieser Botschaft merken wird, dass er eine Nachricht in Händen hält, mit der der Absender Carsten Hoffnung und Zuversicht sendet und sich vielleicht ein wenig mehr Halt erhofft.
Ich bin mal gespannt ob sich diese Botschaft durch ein gemeinsames System zum Transport positiver Energie verbreiten lässt.
BIS HIER
Lange bevor unsere Welt so entwickelt war wie sie heute ist: Staat, Kirche und vieles mehr, da sah die Sache einmal ganz anders aus. Und dieses ganz anders bringt zusammen, wie ich anknüpfen will an eine neue Zukunft die wenig Variation in heute stark institutionalisierten Prozessen erfährt.
Ich hab nie Geschichte studiert und bin auch kein Antropologe aber nach meiner Erfahrung sieht ein brauchbarer Neuanfang ungefähr wie folgt aus: Das Zelt ist errichtet und steht halbwegs stabil. Ob es Wasser und wind fernhalten kann wird sich erst zeigen müssen. Wenn dann die Nacht hereinbricht und es kalt wird unter dem Firmament der Sterne rücken wir dann zusammen, eng aneinander gekuschelt, um sich unter der noch dünnen Haut sich nicht den Hintern abzufrieren,
Wenn es dann Morgen wird und ein Tag anbricht wird gekocht und vom Wasser des Lebens getrunken.
Aus meiner Schulzeit sind mir dabei Erinnerungen über Jäger und Sammler, über Lehrer und Schüler und Weiteres in Erinnerung geblieben. In Summe geht es aber immer um eines: Das gemeinsame Leben der eigenen Art unter manchmal schweren Bedingungen in dem Schutz freier Natur zu begreifen.
Ein typischer Tagesablauf sähe dann wahrscheinlich wie folgt aus:
- sind noch beeren da?
- gibt’s noch Nüsse?
- wasser alle?
- hose und shirt OKAY?
- bett gemacht?
- alles gerichtet, geschruppt und geputzt?
Weil nicht jeder immer alles tun kann und unsere Zeit auf diesem Planeten begrenzt ist, kommt es dann schließlich zum wer tut was besonders gern. Aktuell sieht die Lage da schwierig aus. Mal sehen was geschieht.
Ich weiß aktuell nicht welche Rolle ich denn gerne hierfür wie oft hätte aber ich bin gespannt, wie sich die Lage weiter entwickelt. Hauptsache die Lage bleibt stabil 🙂
